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Management durch Kooperative Entscheidungsvorbereitung nach dem SK-Prinzip


kann eine vorgegebene Unternehmensstrategie sein oder auch Beweis souveräner Führungskompetenz einzelner Führungskräfte.

Dabei werden bei wichtigen Entscheidungen die Kreativität und Erfahrung der Mitarbeiter einer Führungskraft nutzbringend eingesetzt. Nach einer Beschreibung des zu lösenden Problems und der benötigten Informationen werden die Mitarbeiter eingeladen, mit der Führungskraft gleichberechtigt eine Lösungsvielfalt zu entwickeln und anschließend die Rangordnung der Vorschläge mittels Konsensierens festzustellen. Es entsteht eine Anzahl von Lösungsvorschlägen, welche hinsichtlich der Ablehnung gereiht sind, die sie durch alle Beteiligten erfahren.

Danach entscheidet die Führungskraft nach bestem Wissen und Gewissen. Sie ist für ihren Entscheid nach wie vor voll verantwortlich. Eine Entscheidung gegen den bestgereihten Vorschlag ist selbstverständlich möglich, muss aber den Mitarbeitern gegenüber und auch nach oben begründet vertreten werden. Falls sich diese Entscheidung nicht bewährt, riskiert die Führungskraft das Vertrauen in ihre Kompetenz zu verlieren. Sie wird sich also im Normalfall zum eigenen Vorteil mit den gemeinsam erarbeiteten Vorschlägen und deren Rangordnung eingehend auseinandersetzen, ohne vorschnell einsame Entscheidungen zu treffen. Dadurch ergibt sich eine Fülle von Vorteilen.

Vorteile der kooperativen Entscheidungsvorbereitung nach dem SK-Prinzip für das Management, Unternehmen und Organisation:
  • Die Gruppe Hilft dem Manager beim Tragen der Entscheidungslast. Der Intelligenzeinsatz beim Lösen komplexer Probleme wird vervielfacht.
  • Wenn ein Manager sich an den bestgereihten, gemeinschaftlich erarbeiteten Vorschlag hält, werden seine Mitarbeiter diesen von sich aus weitgehend mittragen, denn er wird ihren Erfahrungen und Bedürfnissen am besten entsprechen und daher bei der Durchführung die geringsten Reibungsverluste verursachen.
  • Managemententscheidungen mit kooperativer Beteiligung der Mitarbeiter nähern sich dadurch Gruppenentscheidungen. Die Überlegenheit von Gruppenentscheidungen gegenüber autoritären Einzelentscheidungen ist heute theoretisch und praktisch kaum noch angefochten. Wissenschafter haben herausgefunden, dass im Allgemeinen sogar die Kreativität derselben Person in der Gruppe größer ist, als wenn sie allein entscheidet.
  • Der Interessengegensatz zwischen Managern und Mitarbeitern wird abgebaut.
  • Dadurch wird eine aufbauende Zusammenarbeit über alle Ebenen der Hierarchie möglich.
  • Ein kreativer Informationsfluss von unten nach oben wird im Unternehmen fest verankert. Das Unternehmen arbeitet trotz Hierarchie wie ein kompaktes Team - mit all den bekannten Vorteilen, die Teamarbeit mit sich bringt.
  • Managemententscheidungen gehen nicht mehr am Wissen und den Bedürfnissen der Basis vorbei.
  • Motivation und Identifikation der Mitarbeiter mit ihrer Arbeit und dem Unternehmen steigen.
  • Die Kreativität der Mitarbeiter wird für alle Beteiligten sichtbar. Die daraus resultierende Anerkennung stellt einen starken Ansporn dar.
  • Die Fähigkeit von Mitarbeitern Lösungen vorzuschlagen, die weitgehend konsensfähig sind, wird an Stelle von Intrigen und Machtkampf zur Basis der Mitarbeiterbeförderung. Intrigen und Machtkämpfe sind kontraproduktiv und bleiben daher dem Unternehmen weitgehend erspart. Die dadurch erhöhte Arbeitsfreude und freigesetzte Energien kommen dem Unternehmen zugute.
  • Das Peter-Prinzip des Aufsteigens der Mitarbeiter bis zur Stufe ihrer Unfähigkeit wird außer Kraft gesetzt: Ein Mitarbeiter wird nur befördert, wenn er in seiner alten Position bereits die für die höhere Stufe nötige Kreativität gezeigt hat.
  • Geistige Kündigung (Emigration, Abstinenz) von Mitarbeitern wird sichtbar, geistig rege Mitarbeiter fallen besonders auf. Es entsteht in der ganzen Gruppe ein anregender Wettbewerb, der den Erfolg aller fördert.
  • Kooperative Entscheidungsvorbereitung nach dem SK-Prinzip kann auf jeder Managementebene isoliert eingesetzt werden und bringt auch dort bereits Vorteile. Um zur vollen Wirkung zu gelangen kann die Methode danach wachsend auf das gesamte Unternehmen ausgedehnt werden.
Vorteile für die MitarbeiterInnen durch kooperativen Entscheidungsvorbereitung nach dem SK-Prinzip :
  • Der Interessengegensatz zwischen Managern und MitarbeiterInnen wird abgebaut. Das reduziert den Stress am Arbeitsplatz.
  • Entscheidungen, die durch Konsensieren getroffen werden, fördern erfahrungsgemäß das Gruppenklima: Man arbeitet in einer wohltuenden Atmosphäre.
  • Die neue Karrierebasis von MitarbeiterInnen, nämlich Lösungen vorzuschlagen, die weitgehend konsensfähig sind, bewirkt, dass es wenig Anreiz für Intrigen gibt. Dies wirkt sich positiv auf das Arbeitsklima aus.
  • Die Anliegen und Interessen der MitarbeiterInnen werden dem übergeordneten Management "automatisch" bekannt und dort - solange sich das Management dem SK-Prinzip verpflichtet fühlt - auch weitgehend berücksichtigt. Die MitarbeiterInnen können das Gefühl haben, in einer wohlwollenden Umgebung zu arbeiten.
  • Da die Kreativität der MitarbeiterInnen zu einer wertvollen und gestaltenden Größe geworden ist, empfinden sie sich gegenüber dem Unternehmen/der Organisation nicht mehr ohne Einfluss und bedeutungslos, sondern geschätzt und beachtet. Dies ist die Grundlage von Arbeitsfreude und einem befriedigenden Arbeitsalltag.
Auch bei politischen Entscheidungen können die Entscheidungsträger im Bedarfsfall die betroffene Öffentlichkeit oder ihre Vertretung durch Bürgerinitiativen und andere Organisationen (z. B. NGO’s) durch kooperative Entscheidungsvorbereitung nach dem SK-Prinzip einbinden. Dadurch kann man Konflikte vermeiden und Entscheidungen treffen, die von der Bevölkerung weitgehend mitgetragen werden.

 
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