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Konsensieren mit Kindern und Jugendlichen
- die sanfte Erziehung zur Konsensfähigkeit


Schon ab dem Vorschulalter können Kinder konsensieren. Unter der einfühlsamen Anleitung von Erwachsenen können sie die gemeinsame Konsensbildung in ihre Welt aufnehmen (siehe dazu auch den Menüpunkt "Vereinfachtes Kosensieren" in den Ergänzungen).

Kinder und Jugendliche, die häufig konsensieren, beginnen dadurch das zu Grunde liegende SK-Prinzip in ihre Denkweise zu übernehmen. Es wird Ihnen ebenso selbstverständlich sein, wie die demokratischen Denkweisen heute. So wie die Jugend heute lernt, an vorhandene Machtstrukturen und an die Macht der Mehrheit zu glauben, werden sie dann lernen, auf den Erfolg durch gegenseitiges Entgegenkommen ohne Streit und Machteinfluss zu vertrauen. Sie werden das verhängnisvolle Vorbild verwerfen, welches uns die heutige politische Elite und die politischen Parteien vorleben: dass es stets gilt die Werte und Leistungen der anderen abzuwerten und zu zerstören um Einfluss zu gewinnen.

Junge Menschen, die mit dem SK-Prinzip aufwachsen, sind unsere Hoffnung für eine friedvollere Zukunft! Diese Zukunft sollten wir durch einen friedlichen Systemwandel einleiten.



Praktische Erfahrungen:

Wir haben das Konsensieren in einer ersten Volksschulklasse eingeführt. Für die Kinder haben wir statt einer W-Stimmen-Skala von 0 bis 10 nur die Skala von 0 bis 5 verwendet.

Mit "GRRRR" in der Bedeutung: "Das mag ich gar nicht", lernten die Kinder in einem ersten Schritt schnell, auf die Frage: "Magst du...?" abgestuft durch:
JA
NAJA
KLEINES oje
GROSSES OJE
OJEMINE
GRRRR
zu antworten.

In einem zweiten Schritt lernten die Kinder diese Antworten jeweils durch ein Täfelchen mit einem Symbol zu ersetzen. Auf diesen Täfelchen war zusätzlich eine Anzahl von großen schwarzen Punkten gezeichnet, welche die W-Stimmen veranschaulichen sollten:
 JA    strahlende Sonne    0 schwarze Punkte
 NAJA    Sonne mit weißen Wolken    1 schwarzer Punkt
 KLEINES oje    weiße Wolken ohne Sonne    2 schwarze Punkte
 GROSSES OJE    schwarze Wolken    3 schwarze Punkte
 OJEMINE    Regen    4 schwarze Punkte
 GRRRR    Gewitter    5 schwarze Punkte

Im dritten Schritt lernten die Kinder die schwarzen Punkte auf den Täfelchen durch „Buh-Steine“ zu ersetzen. Über ihre Einstellungen zu mehreren Entscheidungsalternativen befragt, konnten sie dann jeder Alternative zuerst ein Täfelchen und dadurch eine Anzahl von„Buh-Steinen“ zuordnen. Diese wurden von jedem Kind je Alternative zu einem individuellen „Buh-Turm“ aufgestapelt. Die gefühlsmäßige Zuordnung zwischen der Höhe des „Buh-Turms“ und ihrer Ablehnung der betreffenden Alternative war bei den Kindern sofort vorhanden.

Im vierten, letzten Schritt wurden die individuellen Buh-Türme je Alternative buh-trme.gifzu einem gemeinsamen Buh-Turm für diese Alternative übereinander gestapelt (die Buh-Steine hatten dazu ein zentrales Loch, sodass sie auf einer Spindel gut stapelbar waren).  Es war für die Kinder unmittelbar klar, dass die Alternative mit dem niedrigsten Buh-Turm von der gesamten Klasse die geringste Ablehnung erhielt.

 
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